»Georg aber sprach: ›Sei ohne Furcht, ich will Dir helfen im Namen Christi!‹«
Aus der Georgslegende

Anna-Prall-Haus

Wir bieten Pflegekomfort...
in schöner Umgebung.

Das Anna-Prall-Haus

In der Timm-Kröger-Straße in Heide-Süd haben Altenhilfe und Altenpflege eine lange Tradition. Seit über 50 Jahren wurden im alten Propstei Alten- und Pflegeheim ältere Menschen aus Heide und ganz Dithmarschen betreut.

Auch im 2008 fertig gestellten Neubau, dem Anna-Prall- Haus, verstehen sich die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Mitarbeitenden als eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft. Das Anna-Prall-Haus ist in den gewachsenen Stadtteil Heide-Süd integriert. Kirche und Kindergarten liegen direkt gegenüber. Ein großer Garten mit Streuobstwiese lädt zum Spazieren gehen und zum Verweilen ein.

Die Bewohnerinnen und Bewohner leben im Anna-Prall-Haus in Einzelzimmern, die sie auf Wunsch mit ihrem eigenen Mobiliar einrichten können. Ein eigenes Badezimmer ist ebenso selbstverständlich wie Fernseh-, Telefon und Internetanschluss.

Im Anna-Prall-Haus leben die Menschen in überschaubaren Hausgemeinschaften mit 8 oder 12 Personen. In den dortigen großzügigen Wohn-, Ess- und Kochbereichen spielt sich das Gemeinschaftsleben ab. Hier wird geklönt, gespielt und gelesen.

Das Anna-Prall-Haus wird von der ARD-Fernsehlotterie gefördert. Nähere Informationen hierzu und zu weiteren Förder-Projekten der ARD-Fernsehlotterie erfahren Sie unter: www.ARD-Fernsehlotterie.de

Anna Prall

Anna Prall, geb. Paulsen, 13. April 1846 – 19. Mai 1924

„Diakonisse von Heide“

Anna Prall, geb. Paulsen wird am 13. April 1846 als jüngstes von 10 Kindern in Efkebüll, einem Ortsteil vom heutigen Langenhorn in Nordfriesland, an der Grenze zu Südtondern geboren. Sie ist Tochter des Landmannes Jens Paulsen und dessen Ehefrau Katharina Margarete, geb. Paulsen. Der Vater erzielte das Familieneinkommen hauptsächlich durch Pferdezucht ( in Langenhorn wurden seit 1681 regelmäßig Vieh- und Pferdemärkte abgehalten ). Und er war offensichtlich auch am Ausbau des Bongsieler Kanals beteiligt. Von der Mutter wird berichtet, sie sei eine geistig sehr rege und literarisch interessierte Frau gewesen, die unter der Aufregung während der Kriegszeit und der Dänenherrschaft schwer zu leiden hatte.

Den Regeln der Zeit entsprechend kommt die junge Anna Paulsen als 17 Jährige „in Stellung“. Unter anderem für ein Jahr im Hause des Propstes Simonsen in Lunden. Dort trifft sie mit August Prall zusammen, der damals als Hauptpastor in Heide tätig ist. Die beiden heiraten. Im August 1863 „führt der Einunddreißigjährige sie in sein Haus.“ Die Schwiegermutter leitet während der ersten Jahre der Ehe weiterhin den Hausstand. Die junge Frau muss sich zunächst ihren Anordnungen fügen. Der Chronist des „Heider Anzeigers“ berichtet: „Die junge Frau trug aber willig ihr sicher nicht leichtes Los.“

Anna Prall steht ihrem Mann bei dessen Gemeindearbeit zur Seite und nachdem er 1873 zum Propst von Norderdithmarschen ernannt wird und in diesem Amt viel leistet, erweitert sich damit auch die von Anna Prall bereitwillig geleistete gemeinnützige Arbeit.

So erhält sie einen tiefen Einblick in die täglichen Anforderungen, die die damalige Zeit an die Menschen richtete. Für die ganz überwiegende Mehrheit der Bevölkerung galt es zu schaffen, zu überleben. Ein Mittagessen auf dem Tisch zu haben - nicht nur um satt zu werden, sondern auch, um überhaupt – zumeist körperlich – arbeiten zu können; Kleidung zu haben - gesund zu bleiben; für die Kinder sorgen zu können. Und das alles immer wieder auch geprägt durch Rückschläge. Z. B. durch Seuchen wie die Cholera 1892. Kein leichtes Los. Besonders weil auch vom Staat keine große Hilfe zu erwarten war.

25 Jahre jung setzt sie sich gemeinsam mit anderen Frauen das Ziel, die Not zu lindern. Sie gründen einen Verein*, damit ihr Tun einen verbindlichen Rahmen bekommt und damit sie andere in die Pflicht nehmen können. Nämlich, um als Verein auch Spenden sammeln zu dürfen. Denn neben ihrer Tatkraft brauchen sie finanzielle Mittel, um ihre Arbeit durchführen zu können. 10 Pfg. wtl. beträgt der Beitrag für die Mitglieder. Und es werden in beträchtlichem Umfang Spenden eingeworben. Mit diesen finanziellen Mitteln und durch ihre Tatkraft organisieren die Frauen Mittagstische, insbesondere für schwache Kinder (1895 waren das 160 Kinder), unterrichten in häuslicher Krankenpflege und um Seuchen vorzubeugen auch in Hygiene. Im Ersten Weltkrieg richten sie ein Lazarett ein, bringen Flüchtlinge unter. Sie gründen eine Tageskrippe, schaffen einen Treffpunkt für junge Mädchen und führen dort Näh- und Flickabende durch. Sie organisieren Erholungsaufenthalte für Großstadtkinder. Diese Aufzählung ist nur ein kleiner Einblick in das umfangreiche Tun der Frauen. Anna Prall wird im Alter von dreißig Jahren die Vorsitzende dieses Vereins, der so viel leistet. Mit geringfügigen Unterbrechungen bleibt sie es noch mehr als drei Jahrzehnte.

1900 legt Propst Prall sein Amt nieder. 1903 stirbt er. Auch nach dem Tod ihres Mannes und nach vierzig Jahren Ehe setzt die 57 jährige Witwe „ihre Liebestätigkeit“ bis ins hohe Alter fort. Der Chronist berichtet: „Mit Recht nannte man sie ( daher ) die Diakonisse von Heide, noch ehe es eine eigentliche Diakonisse in der Stadt gab. … Es gab wohl niemanden in Heide, der in den Häusern der Armen und Kranken so Bescheid wusste wie „Frau Propst Prall.“

Im März 1919 wird sie unter dreißig Männern und einer weiteren Frau ( Anna Albers ) mit dem drittgrößten Stimmenanteil in das Heider „Stadtverordneten Kollegium“ gewählt.

Anna Prall wird geehrt mit der Rot Kreuz Medaille, der Südwest-Afrika-Gedenkmünze und dem Luisenorden II ( die beiden letzteren wurden stets für die Verdienste in der Verwundetenpflege verliehen ). Sie wird charakterisiert als warmherzig, fähig zu großer persönlicher Anteilnahme, als äußerst fleißig und unermüdlich und ihr wird nachgesagt, dass eine ihrer Stärken darin lag, besonders gut motivieren zu können. Anna Prall begegnet uns als eine Frau, die in ihrer Zeit und Umgebung etwas gewagt und bewirkt hat. Sie hat gemeinsam mit anderen Frauen für die Stadt Heide, die Kirchengemeinde St. Jürgen und den Kirchenkreis Norderdithmarschen gearbeitet.

Sowohl in der Stadt als auch im kirchlichen Rahmen hat sie wichtige Akzente gesetzt. Z. B. gelang es unter ihrem Vorsitz, die Arbeit des Vaterländischen Frauenvereins zu professionalisieren. Ihr ist es zu verdanken, dass die St. Jürgen Kirchengemeinde schließlich eigens ausgebildete Diakonissen einstellte.

Die Heider Bürger und Bürgerinnen haben Anna Prall schon zu Lebzeiten sehr gewürdigt Obwohl sie nicht als solche ausgebildet war, gaben sie ihr den Ehrentitel „Diakonisse von Heide“.

Anna Prall hatte vier Kinder – zwei Söhne und zwei Töchter. Sie starb im Mai 1924 im Alter von 78 Jahren in Flensburg, in der Obhut einer ihrer Töchter, bei der sie ihren Lebensabend verbrachte. Sie ist an der Seite ihres Mannes auf dem Heider Friedhof begraben.

Fotos: Aus Privatbesitz
Text: Dipl. Religionspädagogin Elisabeth Ostrowski,
Leiterin des Frauenwerks im Kirchenkreis Norderdithmarschen
Quelle: Heider Anzeiger vom 22. September 1926

Podcast

Gesegneten Abend! Anna Prall

Eine Andacht von Pastor Engler, die in der NDR Welle Nord ausgestrahlt wurde. Hören Sie doch einfach mal rein.

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Leistungen

Das Angebot der stationären Pflege wendet sich an Menschen, die demenziell oder gerontopsychiatrisch erkrankt sind. Unsere Pflegekräfte gestalten aktiv den Alltag der Patienten und bieten ein abwechslungsreiches Beschäftigungsangebot an.

Sie können Krankenhausaufenthalte vermeiden oder verkürzen und Krankenpflege in Ihrer vertrauten Umgebung genießen. Wir bieten Leistungen wie Grund- und Behandlungspflege sowie hauswirtschaftliche Versorgungen an.

Sie haben einen eigenen Haushalt, mind. 1 Kind unter 12 Jahren und benötigen Hilfe? Wir unterstützen Sie oder übernehmen die Pflege, die Weiterführung des Haushaltes oder auch die Betreuung der Kinder.

Zu Hause werden Sie von unseren Fachberatern begleitend betreut und erhalten viele Tipps zu Ihrer Pflege und hilfreiche Informationen über zusätzliche Leistungen der Pflegeversicherungen. Darüber hinaus vermitteln wir ergänzende Hilfen und Reisen für pflegende Angehörige.

Wir informieren und vermitteln an kompetente Beratungsstellen, wenn Sie Alltagshilfen, Mobilitätshilfen oder Pflegehilfsmittel benötigen.

Wir unterstützen die ganzheitliche Versorgung der Patienten und beraten Sie über soziale Rechte, Pflegeversicherungen und -kosten, Leistungen der Krankenkassen uvm. und helfen Ihnen bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche.

Wir organisieren notwendige Pflegehilfsmittel, Arztbesuche, spezielle Medikamente, Physiotherapeuten und beraten Sie umfassend.

Unsere speziell geschulten Mitarbeiter begleiten die Patienten bis zum Ende ihres Lebensweges und stehen den Angehörigen und Freunden zur Seite.

Freizeit

Die Dithmarscher Kreisstadt umfasst rund 21.000 Einwohner. Heide ist das kulturelle Zentrum an der Nordsee. Hier kann man einkaufen, den großen traditionellen Wochenmarkt erleben, Konzerte und Museen besuchen oder einen Kneipenbummel unternehmen. Es ist für jeden etwas dabei!

Alle 2 Jahre findet in Heide der Heider Marktfrieden statt, ein Volksfest der besonderen Art. Ein weiteres traditionelles Fest ist die Hohnbeer, die zur Fastnachtszeit die plattdeutsche Mundart pflegt und fördert. Die Dithmarscher Kohltage werden jährlich mit Unterhaltung, Kunst, Kultur und kostbarem Essen gefeiert.

In der Dithmarscher Wasserwelt findet jeder seinen Spaß. Zur Auswahl stehen: Bäder, Saunen, Solarien, ein Restaurant und vielfältige Kursangebote. Wohlfühlbewusste Frauen begrüßt Lady Line im Zentrum von Dithmarschen, dort können sie trainieren und entspannen.

Sehenswert ist die „Museumsinsel“ mit dem Klaus-Groth-Museum, dem Heider Heimatmuseum und dem Stammhaus der Familie des Komponisten Johannes Brahms. Die Postelvilla am Südermarkt wurde im Stil der Neorenaissance erbaut und von der Besitzerin Wilhelmine Postel der Stadt Heide vermacht.

Seit 1903 ist der Heider Wasserturm mit Trauzimmer des Heider Standesamtes das Wahrzeichen der Stadt. Der St. Georg Brunnen lässt sich auf dem Heider Südermarkt bewundern. Und Kirchenfreunde können sich auf die St. Jürgen und St. Josef Kirchen freuen.

Pflegenote

Qualität der stationären Pflegeeinrichtung

Anna-Prall-Haus

Ergebnis der MDK-Prüfung - für größere Ansicht bitte klicken

12.10.2010

Anfahrt

Zieladresse: Timm-Kröger-Str. 34 - 40, 25746 Heide

Kontakt

Anna-Prall-Haus

Timm-Kröger-Str. 34 - 40 | 25746 Heide

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