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Der Weg

Ein gemeinsames Ziel

Nicht die Gleichheit ihrer Mitglieder eint eine Gemeinschaft, sondern das gemeinsame Ziel. So jedenfalls versteht sich die Diakonische Gemeinschaft, die längst zu einem bedeutsamen Pfeiler der Stiftung Diakoniewerk Kropp geworden ist. Über 140 Mitglieder zählt sie heute: Menschen aus unterschiedlichen Berufen und mit individuellem Lebenshintergrund, die sich alle dem diakonischen Auftrag der Kirche verpflichtet haben. Prägten ehemals die Diakonissen auf besondere Weise die Kropper Diakonie, so hat sich das gegenwärtige Bild derer, die zur Diakonische Gemeinschaft gehören, deutlich verändert.

Am Anfang war die Frauenbewegung

Die Wurzeln dieser Glaubens- und Dienstgemeinschaft liegen im 19. Jahrhundert und sind Teil der emanzipatorischen Frauenbewegung. Die Entwicklung führte von der Diakonissenschwesternschaft über die Verbandsschwesternschaft und die Diakonische Schwesternschaft zur Diakonischen Gemeinschaft von heute. Erst sie hat sich gleichermaßen für Frauen wie für Männer geöffnet, die im Dienst der Stiftung Diakoniewerk stehen, unabhängig von ihrer jeweiligen Aufgabe, ihrem Lebensentwurf und ihrem Frömmigkeitsstil. Was sie eint, ist der Glaube an das christliche Menschenbild oder, um einen Kernsatz der Diakonischen Gemeinschaft zu zitieren: »Wir sehen in jedem Menschen ein Ebenbild Gottes mit unverlierbarer und unantastbarer Würde.«

Mitgliedschaft

Wer Mitglied der Diakonischen Gemeinschaft werden will, muss zunächst einen Einführungs- und dann einen Aufnahmekurs absolvieren. Der Aufnahmekurs endet mit der Einsegnung und der Verpflichtung auf das Leitbild der Gemeinschaft. Die Teilnahme am diakonischen Einführungskurs ist inzwischen obligatorisch für alle neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ein permanentes Angebot für langjährige Angehörige des Diakoniewerkes.

Im Rahmen des Einführungs- und Aufnahmekurses werden Kenntnisse vermittelt unter anderem über die biblischen Grundlagen der diakonischen Arbeit und die geschichtliche Entwicklung der Diakonie in Kropp. Claudia Zabel erinnert in diesem Zusammenhang an Theodor Fliedner, den Kaiserswerther Pfarrer und Motor der diakonischen Bewegung. Für ihn galt: Wer diakonisch tätig sein will, braucht Ausbildung. Heute lautet die Devise: Wer eine Ausbildung hat, braucht eine diakonische Motivation. Hierin sieht die Diakonische Gemeinschaft eine ihrer Hauptaufgaben.