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Wer an Pflege und Teilhabe spart, spart am falschen Ende!

Gemeinsam ein Zeichen gegen die geplanten Kürzungen setzen.

Die vorgstellten Einsparungen der Bundesregierung treffen die Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, besonders hart. Zudem gefährden sie die Qualität in der Pflege und Teilhabe und verschärfen den Fachkräftemangel. Als Diakonie stehen wir an der Seite der Menschen, die auf verlässliche Unterstützung angewiesen sind. Wir sagen klar: Soziale Sicherheit und gesellschaftliche Teilhabe dürfen nicht kaputtgespart werden!

Sparen? Ja, aber nicht auf Kosten der Menschen!

Wir brauchen kein Sparpaket sondern eine nachhaltige Strukurreform:

  • Reformproamm statt Sparprogramm - die Menschen brauchen Entlastung und keine weiteren Belastungen.
  • Soziale Infrastruktur muss als Investition in den gesellschaftlichen Zusammenhalt verstanden werden.
  • Die tarifliche Vergütung sozialer Berufe muss vollständig und nachhaltig refinanziert bleiben.

Wir schauen nicht nur zu!

Unsere gemeinsamen Maßnahmen im Überblick

Postkartenaktion:
Wer jetzt kürzt, zahlt später drauf

Wir begleiten mit unseren Einrichtungen die Postkartenaktion unseres Verbandes Diakonie Deutschland an Friedrich Merz! Wer jetzt kürzt, zahlt später drauf! Mit der bundesweiten Postkartenaktion setzen wir ein Zeichen gegen die geplanten Kürzungen in der Eingliederungshilfe. Hintergrund sind mehr als 70 Sparvorschläge, die Teilhabe, Selbstbestimmung und individuelle Unterstützung von Menschen mit Unterstützungsbedarf einschränken.

Unsere Banneraktion:
Pflege und Teilhabe sind keine Sparmodelle!

Mit Bannern an ausgewählten Einrichtungen im Unternehmensverbund setzen wir ein sichtbares Zeichen!
Wir machen deutlich: Wer bei Unterstützung und Teilhabe spart, gefährdet die Lebensqualität vieler Menschen und belastet gleichzeitig die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen, die täglich Verantwortung übernehmen. Ihr könnt die Aktion unterstützen.
Ob Kollegin oder Kollege, Angehörige oder Freund der Diakonie. Macht ein Foto von den Bannern und postet sie auf euren Sozialen Kanälen oder teilt unsere Beiträge aktiv bei facebook und Instagram.
Wir kommen zu Wort!

Wenn Eigenanteile in der stationären Pflege weiter steigen und gleichzeitig Zugänge zu Pflegeleistungen erschwert werden, wächst der Druck auf Pflegebedürftige und ihre Familien, statt sie zu entlasten. Wer tarifliche Entwicklungen nicht mehr vollständig absichert, schafft Unsicherheit für Einrichtungen und sendet ein falsches Signal an die Menschen, die sich täglich für Pflege entscheiden. Offen bleibt die zentrale Frage: Wie sichern wir langfristig Qualität, ausreichend Personal und wirtschaftliche Stabilität in der Pflege?



Sven Roßmann
Vorstandsvorsitzender Stiftung Diakoniewerk Kropp

Aktionsbereich in Kooperation mit der Diakonie SH

Demonstration in Kiel:
Save the date!

Alle Wohlfahrtsverbände in Schleswig-Holstein rufen zu einer gemeinsamen Demonstration am 8. Oktober in Kiel auf. Der Start ist um 9.30 Uhr am Rathaus geplant.Weitere Infos folgen.

FAQ

Was ist das Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG)?

Das Pflegeneuordnungsgesetz soll die Pflegeversicherung finanziell stabilisieren und Leistungen für Pflegebedürftige sowie Angehörige besser organisieren. Befürworter sehen darin eine Chance für mehr Flexibilität und Unterstützung, während Kritiker vor möglichen Einschränkungen und zusätzlicher Bürokratie warnen.

Was bedeuten die Sparmaßnahmen für Menschen mit Unterstützungsbedarf?

Die geplanten Veränderungen wirken sich auf Unterstützungsangebote, Mobilität, Wohnformen und individuelle Leistungen aus und führen zu steigenden Eigenanteilen und einer Mehrbelastung pflegender Angehöriger. Menschen mit Unterstützungsbedarf könnten künftig stärker von pauschalen Regelungen betroffen sein, obwohl ihre Bedarfe sehr unterschiedlich sind. Dadurch besteht die Sorge, dass Teilhabe und Selbstbestimmung erschwert werden.

Was bedeutet das für Mitarbeitende?

Politische Veränderungen in Pflege und Eingliederungshilfe wirken sich direkt auf den Arbeitsalltag aus. Wenn Leistungen eingeschränkt oder tarifliche Finanzierungsmodelle verändert werden, kann dies zu höherem organisatorischem Aufwand, zusätzlichem wirtschaftlichem Druck und veränderten Arbeitsabläufen führen. Gleichzeitig bleibt die Verantwortung für eine gute Unterstützung der Menschen bestehen.

Was bedeuten die geplanten Sparmaßnahmen in der Eingliederungshilfe?

Die diskutierten Sparmaßnahmen sehen Veränderungen in der Kinder-, Jugend- und Eingliederungshilfe vor. Dazu gehören unter anderem mehr pauschale Leistungen, stärkere Steuerungsmöglichkeiten für Kommunen sowie Änderungen bei Finanzierung und Kostenübernahme. Die Befürchtung ist, dass individuelle Unterstützung und Teilhabe dadurch eingeschränkt werden.

Geht es bei den Sparmaßnahmen nur um Pflege?

Nein. Während das Pflegeneuordnungsgesetz vor allem die Pflegeversicherung betrifft, beziehen sich viele der diskutierten Sparvorschläge auf die Eingliederungshilfe sowie die Kinder- und Jugendhilfe. Im Mittelpunkt stehen damit sowohl Pflegeleistungen als auch Unterstützung, Assistenz und gesellschaftliche Teilhabe.

Warum ist Teilhabe so wichtig?

Teilhabe ermöglicht Menschen mit Unterstützungsbedarf, ihr Leben möglichst selbstbestimmt zu gestalten und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Dazu gehören beispielsweise Wohnen, Mobilität, Arbeit, Bildung, Freizeit und soziale Kontakte. Teilhabe ist ein wesentlicher Bestandteil gesellschaftlicher Inklusion.

Was fordern soziale Träger und Verbände?

Soziale Träger und Verbände fordern langfristig verlässliche Finanzierungsmodelle, den Erhalt individueller Unterstützungsleistungen sowie Rahmenbedingungen, die Teilhabe, Pflegequalität und gute Arbeitsbedingungen sichern. Ziel ist eine nachhaltige Weiterentwicklung statt einer Verlagerung von Belastungen auf Betroffene, Angehörige und Mitarbeitende.

Wie kann ich die Aktion unterstützen?

Sie können die Kampagne unterstützen, indem Sie sich über die Themen informieren, an Aktionen teilnehmen, Beiträge teilen oder politische Entscheidungsträger auf die Bedeutung von Pflege, Teilhabe und sozialer Unterstützung aufmerksam machen. Jede Stimme trägt dazu bei, die gesellschaftliche Bedeutung dieser Angebote sichtbar zu machen.