Diakoniewerk Kropp: 1000 Besucher beim „Fest der Kulturen“ Kropp

11. Juli 2016

Menschen aus 39 Nationen leben in Kropp zusammen – Grund genug für das Diakoniewerk, sein diesjähriges Sommerfest unter dem Motto „Fest der Kulturen“ zu feiern. Und so gab es auf der Salem-Festwiese Gebäck aus China und Spanien, afrikanische Musik und EM-Luftballonhüte in Schwarz-Rot-Gold. Neben den Einrichtungen der Diakonie waren Kropper Vereine, Verbände und die Feuerwehr vertreten.

Über den Tag verteilt seien mehr als 1000 Besucher auf dem Sommerfest gewesen, schätzte Jörn Engler, der theologische Vorstand des Diakoniewerks. Darunter waren viele Familien, Menschen mit und ohne Behinderung oder Migrationshintergrund. Er sei zufrieden, zumal das regnerische Wetter „nicht jeden vor die Tür gelockt hat“. Nach dem Gottesdienst am Vormittag hatte er gemeinsam mit Bürgermeister Stefan Ploog die Begrüßung übernommen.

Bei dieser Gelegenheit wurde der technische Leiter des Diakoniewerks, Jürgen Schröder, mit dem Kronenkreuz in Gold ausgezeichnet. Die höchste Auszeichnung, die die Diakonie in Deutschland vergebe, sei Ausdruck des Danks für seine bald 35-jährige Mitarbeit und sein Engagement für die Kultur, betonte Engler.

Am Nachmittag öffneten die vielen Stände, die von den Bewohnern des Werks hergestellte Produkte wie Kerzen und Taschen ebenso anboten wie Informationen über die Situation in den Heimatländern der Flüchtlinge, die auch in Kropp ein neues Zuhause gefunden haben. „Es ist total schön hier“, meinte Besucherin Christina Kraft aus Wilster. Ihr Bruder lebt in einem Haus des Diakoniewerks und sie nutzte das Sommerfest für einen Besuch.

Besonders bei den Kindern beliebt waren Kutschfahrten, Ponyreiten, Schminken – und natürlich die bunten Tiere, Schwerter und Hüte aus Luftballons. Auch die beiden Siebenjährigen Amelie und Enni posierten stolz mit schwarz-rot-goldener Kopfbedeckung. Die Italienfarben wurden zwar auch angeboten, die Nachfrage hielt sich aber in Grenzen.

Mit chinesischen Glücksmünzen, Klangschalen aus Nepal und Schmuck aus Südamerika setzten die ehrenamtlichen Mitarbeiter vom Kulturcafé „Strandkorb“ das Motto des Tages perfekt um.
„Wir haben trotz des Regens Glück gehabt. Ich habe den Eindruck, dass die Angebote gut angenommen werden“, sagte Bärbel Jöns, die in der Salem-Beschäftigungsgruppe arbeitet. An ihrem Stand bot sie selbst geschriebene Rezepte einer Bewohnerin sowie ein Gewinnspiel an, für das sich auch Ursula Tiemann interessierte. Das Sommerfest sei wichtig, betonte die Besucherin, „damit man das Werk als Begegnungsstätte wahrnimmt“.

kra | Schleswiger Nachrichten, 4. Juli 2016

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